Ausstellungen seit 1997

Am 11. Mai 1997 eröffnete das Museum seine Dauerausstellung „Das bescheidene Landarbeiterleben in der Marsch von 1900 bis 1950“. Am Beispiel von Alerk Janssen und Remmer Iben wird die Frage beantwortet, wie die Landarbeiter und ihre Familien in den Marschdörfern gelebt haben. Remmer Ibens Geschichte steht für die Anpassung an die herrschenden Verhältnisse in der Marsch. Er kam als „Grootknecht“ zu Ansehen und Eigentum. Alerk Janssens Geschichte steht demgegenüber für den Widerstand gegen diese Verhältnisse. Er nahm an den Landarbeiterstreiks nach 1918 teil und fand später „Arbeit und Brot“ bei Arbeitgebern in der Stadt Emden.

2017 "unnerwegens"

Beschreibung folgt ...

2016 "Kinnertied - stuur un ok mal mooi"

Zur Vorbereitung der diesjährigen Ausstellung „Kinnertied – stuur un ok mal mooi“ haben die Mitglieder der Geschichtswerkstatt des Landarbeitermuseums u. a. im Staatarchiv Aurich die Wiemann-Protokolle ausgewertet und mit dem Plaggenburger Johannes Walter über seiner Kindheit gesprochen. Aus diesen Quellen erschließt sich die Kinderzeit vor dem 2. Weltkrieg in Ostfriesland, wie sie die diesjährige Ausstellung anschaulich macht:

Natürlich, auch in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts glich keine Kindheit der anderen. War die Zahl der Geschwister kleiner, waren die Eltern ihren Kindern besonders zugewandt, waren sie ehrgeizig, blieben alle von schweren Krankheiten verschont, gab es engeren Kontakt zu den Großeltern, besaß die Familie genug Land, um nicht nur Kartoffeln und Gemüse zu ernten sondern auch einige Tiere zu ernähren, waren Eltern oder Großeltern handwerklich besonders geschickt oder liebten es, Geschichten zu erzählen, so machte das die eine Kindheit glücklicher als die andere.


Hausgeburt

Hineingeboren wurden die Kinder in eine oft vielköpfige Familie. Die Geburt fand zuhause statt. Die Kinder schliefen entweder zu mehreren in Butzen oder zu mehreren oder alleine in Betten. Einzig beheizter Raum war die Küche. Von Hunger wird nicht erzählt. Gegessen wurde, was man im Garten und im Stall selber erzeugte; eingekauft wurde nur das Nötigste.*1 Die Nahrung war in der Regel fettreich und kaum abwechslungsreich: „Weggeworfen wurde fast nichts. Grundlage des Mittagessens waren Kartoffeln, dazu gab es Kohl und Gemüse aus unserm Garten Fleisch war knapp. Und abends standen wieder Schwarzbrot und Wurst auf dem Tisch.

Schon früh müssen die Kinder in der Familie mithelfen. Johannes Walter zum Beispiel erzählt, schon lange vor der Schulzeit seinem Vater in der dunklen Jahreszeit beim Füttern der Tiere die Petroleumlampe gehalten zu haben. Je älter die Kinder werden, umso regelmäßiger und länger werden sie zur Mitarbeit im Garten und auf dem Feld herangezogen.

Johannes Walter: „Die Mitarbeit von uns Kindern im Haushalt und in der Landwirtschaft war von Klein auf selbstverständlich. Dadurch lernten wir schon früh, Ordnung, Sparsamkeit und Pflichtbewusstsein kennen. Immer wieder wurden wir gerufen, um mit Hand anzulegen. Ich kann mich daran erinnern, dass ich meinem Vater Tee und Essen aufs Feld bringen musste oder bei der Gartenernte oder der Grabenreinigung half. Getreide wurde in Säcken von bis zu 150 Pfund gelagert. Wir hatten kein Pferd und natürlich erst recht kein Auto. Einen Getreidesack schoben wir mit dem Fahrrad, am bestem einem Damenfahrrad zur Mühle.“ Und an anderer Stelle: Wie gesagt, es war selbstverständlich weil lebensnotwendig, dass alle Familienmitglieder mitarbeiteten. Ich musste schon früh bei der Heu- und Getreideernte, beim Torfstuken - letztlich bei allen anfallenden Arbeiten im Verlauf des Jahres mithelfen.

Bis zu Beginn des zweiten Weltkrieges, wurde, trotz Verbots, die Kinderarbeit auch von den Volksschullehrern organsiert. „In der Heuzeit, da wurde ja gar nicht gefragt. Da sagte der Lehrer von sich aus, ‚und du und du und du, ihr kommt gut mit, ihr müsst um elf Uhr zum Bauern sowieso.‘ Dann mussten wir nachharken. Ob wir wollten oder nicht, wir wurden überhaupt nicht gefragt.“

Doch auch ein anderer Teil der Kindheit sollte nicht vergessen werden: Kindern heute wird wenig befohlen und viel erklärt. Eltern müssen sich für ihre Entscheidungen rechtfertigen, Lehrer sowieso.

Was die Erwachsenen sagten, war Gesetz. Und wer dagegen verstieß, musste mit körperlicher Züchtigung rechnen. Das war die eine Seite der Medaille. Die andere war, dass die Kinder außerhalb der Reichweite der Autorität für uns heute unvorstellbare Freiheiten genossen. Während heute die Tage der Kinder in der Ganztagsschule, während der Schularbeiten-Hilfe, im Sportverein und im Musikunterricht durch Erwachsene kontrolliert werden und in ein festes Zeit- und Regelsystem eingefügt sind, waren die Kinder damals lange Stunden sich selber überlassen, Stunden, in denen sie weitgehend tun und lassen konnten, was sie wollten. Johannes Walter zum Beispiel erzählt, dass er zusammen mit Schulfreunden Flaschen und Karbid „stibitzte“, um damit Erdwälle zu sprengen – für moderne Eltern ein Alptraum von Freizeitgestaltung. Was kann da alles passieren! Zudem stände schon nach der ersten Sprengung die untere Naturschutzbehörde vor der Tür und bei der zweiten käme ein Bußgeldbescheid und das Jugendamt. Üblich war es damals auch, mit der Glut des Osterfeuers Flurstücke in Brand zu setzen – auch das, ohne dass sich jemand aufregte. „Wir setzten das trockene Gras auf den Wällen und Wegrändern in Brand, bis alles verqualmt war.

Die Kindheit endete nach acht Jahren Volksschulzeit mit 14 Jahren. Zwar gibt es keine Statistiken, es ist aber davon auszugehen, dass die Mehrzahl der Kinder auch wieder Landarbeiter wurden, wobei im Laufe der Jahre mit der zunehmenden Mechanisierung der Landwirtschaft und dem dadurch bedingten Wegfall von Arbeitsplätzen die Zahl derjenigen zunimmt, die sich für einen Lehrberuf entscheiden. 1957 ist im Ostfriesischen Schulblatt zu lesen, dass nur noch fünf bis zehn Prozent der Jungen und Mädchen nach der Schulentlassung einen landwirtschaftlichen Beruf ergreifen.

Bekannt ist auch, dass die harte körperliche Arbeit von früher Jugend die Gesundheit der Kinder schädigt. Auch das wird im Handbuch der Volksschulpädagogik dokumentiert. „Die Dürftigkeit des Lebens und die Härte der körperlichen Arbeit lassen die Entfaltung geistiger Interessen kaum zu, ja selbst die körperliche Pflegekommt nicht zu ihrem Recht, so dass der Gesundheitszustand der Kinder auf dem Lande infolge einseitiger Ernährung, Überanstrengung, mangelnder Hautpflege und dergleichen vielfach recht ungünstig ist.“

Die Diskrepanz zwischen den Bildungschancen in der Stadt und auf dem Land ist mit bloßem Auge erkennbar: Dort große Schulen in oft neuen Schulgebäuden, hier kleine, oft von einer unterfinanzierten Gemeinde vernachlässigte Schulhäuser. Noch 1958 werden die einklassigen ostfriesischen Dorfschulen so beschrieben: „Die ländlichen Schulhäuser aus dem 19. Jahrhundert – es waren bis zur Nachkriegszeit und sind auch heute noch erschreckend viele noch in Gebrauch - … sind meist leicht gebaut, gegen Feuchtigkeit nur unzureichend isoliert. Die Klassenräume oft sehr hoch, … haben einfache Fenster, vielfach aus Gußeisen, mit wenigen beweglichen Flügeln für die Belüftung. Ein eiserner Ofen, mit Torf beheizt, muss im Winter den Raum erwärmen; in seiner Nähe ist es zu heiß, im übrigen Raum kalt und die Ofenecke ist eine Dreckecke. Zu diesen Schulen gehört, irgendwo abseits auf dem Schulplatz, ein mehr oder minder primitiver Bau mit Grubenaborten. … der Pausenhof: vielleicht ein befestigter Platz, gar unter einigen Bäumen, vielleicht aber auch nur ein Eckchen vom Kirchhof oder ein Stück Dorfstraße.“

*1 Siehe hierzu das Heft zur Ausstellung „Kooplü in’t Dörp“

2015 "Alltag im Dorf - gestern und heute"

Als Fortsetzung der letztjährigen Ausstellung werden Dinge des täglichen Lebens gestern denen von heute gegenüber gestellt. In Kooperation mit 55 Schülerinnen und Schülern zweier Geschichtskurse der 12. Klasse der Berufsbildenden Schule I (BBS I) wurden in mehreren Gruppen die folgenden Themen bearbeitet.

Hygiene - Toilette, einst und jetzt

Einkaufen - Angebot und Herkunft der Artikel

Schlafen - Butze contra Jugendzimmer

Backen - Waffeln backen mit Schülern der GS Loppersum und Senioren des Wohnparks Concordia in Suurhusen.

Bei der Auftaktveranstaltung zeigte eine Gruppe der Schüler ein szenisches Spiel. Auch hier ging es um den Vergleich zwischen "güstern un vandaag".

Bewährtes wurde übernommen, die Besucher erleben an den Hörstationen nachgestellte Einkaufssituationen oder ein Interview zum Thema Plumpsklo.
 
Möglich wurde diese Zusammenarbeit durch die im letzten Jahr begonnen starke Unterstützung von der EWE-Stiftung, Oldenburg. Schirmherr der Ausstellung ist der Oberbürgermeister der Stadt Emden, Herr Bernd Bornemann.
2014 "Kooplü in´t Dörp"

In Form von Fotos und Dokumenten wird die Familiengeschichte beschrieben. Die Daten finden Sie auf Texttafeln. Die Suurhuser Zeit der Familie reicht von 1912 bis ins Jahr 1977. Im Stall ist eine eine alte Waage aufgebaut, an der die Besucher ausprobieren können, wieviel sind ein halbes Pfund Bohnen. Natürlich in der originalen Spitztüte!
Weitere Exponate dienen der Veranschaulichung und Atmosphäre.

Das wichtige Thema des Anschreibens wird erläutert und mit Hilfe eine Anschreibbuches aus dem Jahr 1948 veranschaulicht. Das Anschreiben kleinerer Beträge war üblich. Der Lohn wurde ja häufig nur wöchentlich ausgezahlt. Voraussetzung des Anschreibens war die unmittelbare Bekanntschaft von Kaufmann und Kundschaft. Vertrauen und Bekanntheit des Kunden waren die Sicherheiten des Kaufmanns. Das führte auch zu einer Abhängigkeit des Kunden vom Kaufmann. Das Anschreiben war eine zinslose Kreditgewährung des Kaufmanns. In Notzeiten lieh auch der Kaufmann Bargeld. Die Schulden des Kunden konnten auch durch Gegenleistungen ( z. B. von Handwerkern ) beglichen werden.

Eine eigens erstellte Fotowand sowie Exponate vermitteln einen Eindruck des Ladens von Penaat.
Drücken die Besucher die Taste der Hörstation ist ein typisches (nachgestelltes) Verkaufsgespräch zu hören.

2013 "Wi arbeiden uns arm"
Es geschah aus bitterer Not - Die Landarbeiterstreiks in Ostfriesland 1920 bis 1923
Landarbeiter -Kampf um bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen nach 1918
– Entdeckung der Menschen, Orte, Ereignisse und Ergebnisse der Landarbeiterstreiks von 1920 bis 1923

Nach 1918 führten die Kriegsschulden zur Inflation. Die kargen Löhne der Landarbeiter wurden wertlos. Die Not in ihren Familien brachte die Landarbeiter dazu, sich im Landarbeiterverband zu organisieren.

Sie streikten in mehreren Phasen an vielen Orten Ostfrieslands, um wertbeständige und auskömmliche Löhne zu erkämpfen.

Diese Periode der Geschichte können die Schülerinnen und Schüler der Berufsbildenden Schule I, in Emden, mit Hilfe unseres umfangreichen Archivs erarbeiten. Die Ergebnisse sollen in einer Broschüre veröffentlicht werden.

2012 "Van veer bit söven"

Van veer Ühr bit söven Ühr up de Arbeid
Von vier Uhr bis sieben Uhr bei der Arbeit

Ein Tag mit Alerk und Hindertje Janssen ...

Der Tagesablauf:

3:45 Ühr 
Upstahn, wasken, antrekken (aufstehen, waschen, anziehen)

4:00 Ühr bit 12:00 Ühr
Arbeiden in`t Stall un up de Feld (im Stall und auf dem Feld arbeiten)

12:00 Ühr bit 13:00 Ühr
Middagspaus (Mittagspause)

13:00 Ühr bit 19:00 Ühr
Arbeiden up de Feld (arbeiten auf dem Feld)

19:00 Ühr bit 21:00 Ühr
na Huus hen un eeten (nach Hause gehen und essen)
na de Deeren kieken, Saken torechtlegen (nach den Tieren schauen, Arbeitssachen fertigmachen)
7 Grasen ackern, Hei maken, Röven arnten (eigenen Acker beackern, Heu machen und Rüben ernten
Kinner in´ Bed brengen, mit mien Fro proten (Kinder zu Bett bringen, mit meiner Frau sprechen)

21:00 Ühr
In´t Nüst und slapen (ins Bett gehen und schlafen)

Die Familie:


Alerk Janssen

*19.Mai 1903
†16.März 1998

 

Hindertje Janssen geb. Groen

*18. September 1902
†19.Februar 1975

Kinder:

Wiard *1923 - †1942 Russland
Hinrich *1924
Gerhard *1929 - †1993
Hermann     *1934
Helga *1937
Alida *1939
Gerda *1940
Wiardine *1944


Arbeitsstellen in der Landwirtschaft

Ostern 1917 – Ostern 1918

Potjung bei Fokken, Osterhusen

Ostern 1918 – Ostern 1920

Lüttje Knecht bei Schulte, Suurhuser Hammrich

Ostern 1920 – Ostern 1921

Knecht bei Ringena, Loppersum

Ostern 1921 – Ostern 1922

Groote Knecht bei Koopmann, Suurhusen

Ostern 1922 - für 14 Tage

Knecht bei Deterts, Suurhuser Hammrich

Sommer 1922 – für 9 Monate    

Knecht bei Janssen, Groß-Burhafe
2011 "Leben früher - Bi uns tohuus!“

Im Mittelpunkt der Ausstellung „Leben früher – Bi uns tohuus!“ stand die Projektwoche der Grundschule Loppersum.

Seit mehreren Jahren bietet das Landarbeitermuseum den Schülerinnen und Schülern der Grundschule Loppersum an, im Haus -und mit Exponaten unserer Sammlung- historische Kenntnisse zu gewinnen und praktische Fähigkeiten zu erlernen: Kartoffeln zu ernten und über dem offenen Feuer zu kochen, Bohnen zu Schnippelbohnen verarbeiten, alte Maltechniken zu erlernen oder alte Kinderspiele auszuprobieren.

Plakat der Ausstellung

Ganz begeistert haben die Schülerinnen und Schüler der dritten Klassen unter Anleitung der Klassenlehrerinnen Hanna Gloger, Sandra Glagowski und der Schulleiterin Talea Glosch-Brian das Programm der Woche durchgeführt. Sie haben im Landarbeitermuseum und in der Schule gelernt und gearbeitet: Wäsche waschen, Wolle spinnen, Grünkohl ernten und verarbeiten, die Wurstmaschine bedienen und die Produkte gemeinsam zu essen. Mit Fidibussen Feuer machen, zu sechst die Butze ausprobieren oder das Landarbeiterhaus vermessen und in einen Grundriss übertragen.

Und noch vieles mehr! Die Ergebnisse können Sie in einem „alten“ Schülerheft lesen und sich daran erfreuen.

Früher und heute - das gehört zusammen!

„Was den Menschen auszeichnet, ist nicht, dass er Geschichte hat,
sondern dass er etwas von seiner Geschichte begreift.“
Carl Friedrich von Weizsäcker
(*1912 - †2007, deutscher Physiker, Philosoph und Friedensforscher)

EIne Gemeinschaftsaktion des Landarbeitermuseums und der GS Loppersum
2010 "Schein und Sein"
"Schein & Sein - Ostfrieslands Kirchen im Blick von Künstlern und Fotografen"

In Zusammenarbeit mit dem Museumsverbund und der Kirchengemeinde Suurhusen haben wir in unserem Landarbeiter-museum die Ausstellung Schein und Sein gezeigt. Die Eröffnung fand in Anwesenheit des Fotografen Felix Schmitt, des Norder Künstlers Dr. Jürgen Wauschkuhn und des Pastors Frank Wessels statt. Die Fotos von Felix Schmitt entstanden im Rahmen eines Studienprojektes an der Fachhochschule Hannover.

Die Fotografien und das Gemälde "Schiefe Kirche zu Suurhusen" in der Kammer

2009 "Stein auf Stein"

Geschichte(n) vom Bau eines Landarbeiterhauses

Es war eine Ausstellung der besonderen Art. Hier stand die Geschichte der Landarbeiter einmal auf andere Art und Weise im Mittelpunkt. Wir zeigten die Geschichte(n) rund um den Hausbau und die dazugehörigen Handwerke und Materialien wie auch die Gestaltung der Kammer. Alle waren sicherlich froh ein Dach über dem Kopf zu haben. Das galt sicherlich besonders für die in Bescheidenheit lebenden Landarbeiter und ihre Familien.

Als besonderen Leckerbissen konnten wir Exponate einer alten Suurhuser Zimmererfamilie zeigen.

Mit der Entwicklung zu großen Höfen (Plaatsen) wurde eine immer größer werdende Zahl von Landarbeitern benötigt, die im Gegensatz zu Knechten und Mägden nicht mehr im Hof selbst wohnen konnten. Die benötigten Arbeiterhäuser (Werkwohnungen) bauten die Bauern bzw. die Landarbeiterfamilien selbst.

Dies sind Gebäude gewesen, die mit möglichst geringen Entstehungskosten errichtet wurden und nur die unbedingt notwendigen Lebensanforderungen erfüllen konnten. Sie waren klein, hatten aber für die Selbstversorgung einen Stall und eine Lagerfläche für die Bodenfrüchte, die im Garten angebaut wurden.

Zu dieser Zeit war das Material aber noch rar und deshalb teuer, dass im Großen und Ganzen Arbeiterhäuser nicht aus Ziegel erbaut wurden. Es kann davon ausgegangen werden, dass bis ins 18. Jahrhundert die Gebäude im Lehmschlag* errichtet wurden.

*Die Wandflächen wurden mit Reisig oder Stroh ausgeflochten... die Zwischenräume im Flechtwerk wurden mit Lehmmörtel ausgefüllt. Nach dem Austrocknen wurde die Wand beiderseitig mit Lehm­mörtel verputzt.

Der Grundriss nimmt das Prinzip der Gulfhäuser auf: Wohnteil zur einen Seite, Querflur, Stall und Scheunenteil zur anderen Seite. Die Wohnung besteht aus einem Raum, in dem die Schlafbutzen und der Kamin an der Stirnwand Aussehen und Funktion prägen. Der Fußboden war mit gebrannten Tonplatten, den „Floren“ ausgelegt, die Decke besteht aus breiten, rohen Brettern, auf denen im Dach­geschoß Brennmaterial (Torf) oder Heu zur Wärmedäm­mung gelagert wurde. Der Stall besteht lediglich aus einer Box für ein bis zwei Schafe und der Box für ein Schwein. Dazu gab es ein Plumpsklo. Diese Lehmhäuser sind heute fast alle verschwunden. Ihre Nachfolger aber wurden nach demselben Prinzip erbaut, nur dass als Material die jetzt reichlicher vorhandenen Ziegelsteine verwendet wurden.
2008 "Durchblick zum Ausblick"

Kunstausstellung des Martin-Faberkreises im Landarbeitermuseum Suurhusen

Künstler aus der Region Emden/Krummhörn stellen ihre Werke vor. 

Wir wollten mit dieser Ausstellung einen Bogen spannen von der damaligen Lebensart, die aus existenziellen Gründen keine Möglichkeit ließ, Kunst zu genießen, bis hin zur heutigen Zeit, in der Kunst einen wesentlichen Anteil an der Selbstvergewisserung hat.


Einen Durchblick in den Stallbereich

2007 "Wi all tosamen in uns Loog“

Jubiläumsausstellung - 10 Jahre Ausstellungsarbeit

In dieser Ausstellung präsentierten wir eine zusammenfassende Darstellung mit symbolischen Exponaten aller Ausstellungen. Inhalte aller bisherigen Ausstellungen sind Forschungsergebnisse des sozialen und kulturellen Lebens der „kleinen Leute“. Damit sind Knechte, Mägde, Landarbeiter und ihre Familien in den Marschdörfern des Krummhörn gemeint.

Zusätzlich zeigten wir die Geschichte um das einst „Arme-Leute-Essen“, nämlich der Kartoffel. Unter dem Motto „Lecker Tuffels“ wurde deutlich, wie wichtig die Kartoffel als Hauptnahrungsmittel gewesen ist. Wurden 1950 noch 125 bis 150 kg pro Kopf verbraucht liegt der heutige Bedarf nur noch bei 33 kg.

Ein Rezept zum ausprobieren:

Ruug Tuffels mit Stipp (Pellkartoffeln mit Soße)

Die Soße hat regional verschiedene Bezeichnungen:
S
chalotten-Stipp, Speck-Stipp, Grootheider-Stipp oder auch Mehl-Stipp (Arme-Leute-Soße).

Stipp-Rezept Für vier Personen

300 Gramm fetter Speck wird gewürfelt und in der Pfanne bis zur hellen Bräune ausgelassen; dazu gibt man 4 geschnetzelte Schalotten (oder zwei Zwiebeln) und bräunt diese etwas mit.

Unter Rühren (Holzlöffel) streut man 2 bis 3 Esslöffel Mehl darüber, diese Masse wird dann mit heißem Wasser (und evtl. wenig Milch) zu einer dicklichen Soße verrührt und zum Schluss mit Salz abgeschmeckt.

Die Pellkartoffeln kocht man wie gewohnt.

Anrichten wie in „Alten Zeiten“

Die Pfanne mit dem Stipp stellt man auf einen Untersatz in die Mitte des Tisches. Die Kartoffeln werden aus dem Topf direkt auf den Tisch „geschmissen“. Jeder pellt sich seine Kartoffel und „stippt“ (tunkt) diese in die Soße ein und ab in den hungrigen Magen!

Un dorto schmeckt bestens een suur`n Her`ng (Bismark–Hering)

 

2006 "Landarbeiterfrauen – Arbeit, Arbeit, Arbeit für Familie, Haus und Feld“
Des Leben der Frauen im Landarbeiterhaushalt ...

Frauenarbeit bedeutete in erster Linie Arbeit auf der eigenen kleinen Landstelle, im Haus sowie die Versorgung der oft großen Kinderschar. An erster Stelle der weiblichen Lohnarbeit stand das Garbenbinden. Die Ehefrauen der in den Marschdörfern lebenden Landarbeiter waren oft geradezu dazu verpflichtet, beim Binden mitzuhelfen, da der Mann sonst keine Arbeit bekam. Das Binden war noch anstrengender als das Sichten, weil die Binderin mit vollständig nach vorn gebeugtem Oberkörper ihre Arbeit verrichtet. Nicht die Arme, sondern die Rückenmuskeln verrichten die meiste Arbeit.

Das Melken der Kühe war eine typische Frauenarbeit insbesondere der Mägde. Früh am Morgen vor dem Frühstück und am frühen Abend mussten die Kühe mit der Hand gemolken werden. Das war keine einfache Arbeit. Kühe sind sicherlich geduldige Tiere aber sicher auch nicht immer. Auf einemMelkschemel saßen die Frauen und drückten rhythmisch die Zitzen der Euter. Es dauerte einige Zeit bis die Blecheimer voll waren. Die Milch wurde dann in eine Kanne gegossen und zu verschiedenen Produkten z. B. Butter und Käse weiterverarbeitet.

Frauenarbeit war aber grundsätzliche unterbezahlte Arbeit, selbst beim Binden war das der Fall. Während die Männer pro Hektar Getreidemähen 10 bis 15 Mark verdienten, erhielten die Frauen für dieselbe Flächeneinheit 6 bis 8 Mark. Für diesen niedrigen Lohn mussten die Frauen gerade in der Erntesaison zeitlich unbegrenzt arbeiten, da eine gesetzliche Regelung für die tägliche Arbeitsstundenzahl nicht existierte. Die Einnahmen der Frauen konnten 10 bis 20 Prozent des Gesamtverdienstes des Mannes ausmachen.

2005 "Lütje Knecht und lütje Maid - Van ´t Konfirmation na´d Arbeid"
Teil 3 zum Thema: Leben der Kinder in Landarbeiterfamilien ...

In der dritten Ausstellung wurde die Zeit nach der Schulentlassung bearbeitet.

Hatte die Schule schon auf die kommende Zeit der Arbeit beim Bauern sowohl die Jungen als auch die Mädchen vorbereitet, war für die allermeisten klar: Jungen mussten sich als „Lüttje Knecht" und Mädchen als „Lüttje Maid" verdingen und hart arbeiten.

Im letzten Schuljahr beginnend und während der ersten Jahre beim Bauern wurde der Konfirmandenunterricht in der überwiegend reformierten Kirche besucht. Gelernt wurden Inhalte der Bibel, des Gesangbuches und des Heidelberger Katechismus. Zum Abschluss wurde in der Kirche die Konfirmation durchgeführt; im umgearbeiteten schwarzen Anzug die Jungen und in einem schwarzen Kleid die Mädchen, oft war die Konfirmation an Werktagen - manchmal auch an Sonntagen. Die Aufnahme in die Kirchengemeinde wurde mit der Konfirmation bestätigt. In der Familie wurde anschließend bescheiden in einer Arbeitspause gefeiert. Es gab z. B. Reis mit Rosinen als Vorspeise, danach Fleisch und Kartoffeln als Hauptspeise. Als Geschenk gab es für die Mädchen neben einem Gesangbuch, häufig einen Taler oder für die Jungen eine Taschenuhr. Nach der kurzen Feier wurde die Arbeitskleidung angezogen und die Arbeit beim Bauern wieder aufgenommen.

Die Landarbeiterkinder im Alter von 14 Jahren wurden von den Eltern, über Verwandte oder professionelle Gesindevermittler zu Ostern vertraglich gebunden (besteed). Dieser Vertrag wurde mit einem Handgeld und Naturalzugaben (Toodaaden) beglichen. Damit war auch rechtlich (bis 1918) festgelegt, dass der Bauer Vaterrechte, ja sogar Herrschaftsrechte nach der gültigen Gesindeordnung beanspruchen und somit alle Arbeits- und Lebensbedingungen durchsetzen konnte. Schon um vier Uhr morgens begannen die Jugendlichen mit der Arbeit, das Viehfutter herbeizuschaffen, Kannen schrubben usw.

Nach dieser Einführung in die Erwachsenenwelt veränderte sich auch das Verhalten der Kinder untereinander. Die sozialen Verhältnisse wurden jetzt schlagartig deutlich, dass die Bauernsöhne auch von denen, die die Schul- und Kirchenbank gemeinsam mit ihnen „gedrückt" hatten, mit „jung Herr" und nicht mehr mit dem Vornamen angeredet werden mussten.
 
Zur Konfirmation ...
2004 "Tüsken Lei un Stiekels“
Teil 2 zum Thema: Leben der Kinder in Landarbeiterfamilien ...
 

Diese zweite Ausstellung präsentierte das Leben der Kinder in der Zeit zwischen Schule und Arbeit.

Schon früh mussten Mädchen und Jungen im Haushalt und in der Landwirtschaft mitarbeiten. Man war insbesondere in den Landarbeiterfamilien auf ihre Arbeit angewiesen, um den Lebensunterhalt zu sichern.

Die Kinder mussten Disteln ausstechen (Stiekelweden), Kartoffeln ernten und vieles mehr.

Unter der Ernte beziehungsweise der Hausarbeit litt der Besuch der Schule. Zusätzlich zu den üblichen „Kartoffelferien“ (auf die Erntezeit abgestimmte Ferien) wurde nach dem Schulgesetz von 1830 (bis 1903) erlaubt, die sogenannte Dispensation (Erlaubnis zur Unterrichtsbefreiung) auszusprechen.



Stiekelweden

2003 "Van Pütjepack bit Lei"

Teil 1 zum Thema: Leben der Kinder in Landarbeiterfamilien ...

Die erste Ausstellung im Rahmen einer Reihe, die sich mit dem Leben der Kinder in Landarbeiterfamilien beschäftigte, umfasste die Jahre der Windel und des Schlafsackes (Püttjepack) bis zur Einschulung mit der Schiefertafel (Lei).

Gezeigt wurden alte Kinderfotos, altes Kinderspielzeug, z. B. ein selbstgebautes Schaukelpferd und die Ausstattung einer Hebamme. In den Dörfern gab es keinen Arzt und so war man auf die Hebammen angewiesen. Die Säuglingssterblichkeit war zudem sehr hoch. Sie wird dokumentiert in dem Leichenbitterbuch des früheren Suurhuser Leichenbitters Heinrich Block. (Im Archiv des Landarbeitermuseums)



Schiefertafel

2001 "Van Eeten un Drinken“

Mit dieser Ausstellungwurde ein weiterer Aspekt des „Lebens der kleinen Leute“ vertieft. „Eeten un Drinken“, ein Grundbedürfnis, welches sie nur mehr schlecht als recht befriedigen konnten.

Wie bei allen Themen, die die Geschichte des Alltags betreffen, ist auch hier die Quellenlage nicht besonders reich gesät. Es gibt natürlich eine Menge ostfriesischer Kochbücher, Broschüren mit „Döntjes“ und „Vertellsels“, die auch das Essen und Trinken betreffen, aber es geht fast nie um die kleinen Leute, die sich die Zutaten für ostfriesische Spezialitäten oftmals nicht leisten konnten. Daher lassen wir zu diesem Thema in unserer gleichnamigen Broschüre (Heft 3) einige Landarbeiter und andere Zeitgenossen authentisch zu „Wort“ kommen. Sie finden dort ein „Lexikon von A - Z“, was das Essen und Trinken betrifft mit vielen Hinweisen auf die Situation, insbesondere in Landarbeiterfamilien und natürlich viele Rezepte zum Nachkochen.

* Was gab es denn zu essen?

„Zum Frühstück gab es Pfannkuchen, manchmal mit Speck oder Brot mit Schafbutter, Milch- oder Buttermilchbrei. Mittags immer nur Eintopf, viel mit Gemüse aus eigenem Anbau. Abends dann wieder Buttermilchbrei oder Roggenmehl-Flupp (ein Gemisch aus Mehl, Milch und etwas Salz). Nach dem Schlachten gab es Blutwurst oder während der Kalbungszeit der Kühe auch „Beestpiddel“ (eine gebratene Süßspeise aus der ersten Milch der abgekalbten Kuh). Ab und an gab es Kartoffeln mit Stipp. Zum Trinken bekamen wir nur dünnen Malzkaffee.“ Dies berichtete uns Tjade Dirks aus Suurhusen bei unseren Recherchen zur Ausstellung.

Alerk Janssen erzählte vom Essen als Knecht auf dem Bauerhof: „Jede Woche dasselbe: Erbsensuppe, Wirsing- oder Weißkohl, Graue Erbsen, Grieß- oder Graupensuppe und sonntags Milch- oder Buttermilchbrei.“

 

1998 "Landarbeiterleben in der Marsch 1900 bis 1950“

Wir widmeten uns unserem Hauptthema, dem „Landarbeiterleben in der Marsch von 1900 bis 1950“. Die herausgegebene gleichnamige Broschüre (Heft 1) und auch der veröffentlichte Interviewfilm „Du büst Arbeider - und blivst Arbeider“ mit dem 1999 verstorbenen ehemaligen Landarbeiter* Alerk Jansen veranschaulichte die Arbeits- und Wohnsituation der Landarbeiter beim Bauern und in ihren kleinen Wohnungen (Der Film kann als DVD erworben werden).

Die Ausstellung stellte die Lebensläufe von Remmer Iben, der sein ganzes Leben als Knecht und zuletzt als „Grootknecht“ gearbeitet hat und Alerk Jansen, der als „Pottjung“ und „lüttje Knecht“ nur wenige Jahre beim Bauern war und sich in mehreren Etappen und mit vielen Schwierigkeiten von der Abhängigkeit freigemacht hat, dar. Heute sehen wir in der Dauerausstellung die Lebensläufe, in der Vitrine die Originalexponate aus den Familien sowie den Interviewfilm.

*Was waren eigentlich die Landarbeiter?

Wir fassen unter diesem Begriff diejenigen zusammen, die ihre Arbeitskraft langfristig oder auch zeitweilig an ihre Dienstherren, also die Bauern, verkaufen mussten. Sie waren abhängig beschäftigt, hatten keinen oder nur wenig Grundbesitz. Insbesondere Kleinbauern, die ihre Felder selber bewirtschafteten, deren Eigentümer oder Pächter sie waren, fallen nicht in die Kategorie der Landarbeiter, es sei denn, sie mussten sich zusätzlich beim (Groß)Bauern „verdingen“, da das eigene Land den Lebensunterhalt nicht sicherte.

Zwei Dinge sind es also, die den Landarbeiter charakterisieren: Erstens die (meist körperliche) Arbeit auf dem Lande bzw. in der Landwirtschaft, die oftmals täglich bis zu 14 Stunden zu verrichten war und zweitens das Abhängigkeitsverhältnis zum Bauern.

Innerhalb der Gruppe der Landarbeiter müssen wir allerdings noch weitere Unterschiede feststellen:

Es gibt die vertraglich längerfristig (oft für ein Jahr von Ostern bis Ostern) an einen Bauern gebundenen Landarbeiter, hierzu zählen die Knechte und Mägde, die auch auf dem Hof wohnten und die sogenannten „festen“ Arbeiter, die oftmals mit ihrer Familie in einem dem Bauern gehörenden Landarbeiterhaus wohnten.

Es gibt die „freien“ Arbeiter, die mit kurzfristigen Verträgen, meist zur Erntezeit, beim Bauern tätig waren. Hierzu zählen die Tagelöhner, Saisonarbeiter und Wanderarbeiter, von denen sich einige auch auf bestimmte Tätigkeiten (z. B. Mähen oder Dreschen) spezialisiert hatten.
1997 "Spurensuche eines Dorfes in der Marsch"
mit der Gemeinschaftsausstellung „Als die Friesen Preußen waren“
 

In unserer ersten Ausstellung „Spurensuche eines Dorfes in der Marsch“ beschäftigten wir uns hauptsächlich mit der „Suurhuser Dorfstruktur“ im 18. Jahrhundert, d. h. der sozialen Zusammensetzung der Dorfgemeinschaft und deren wirtschaftlichen Strukturen, veranschaulicht an einem Modell, welches heute in der alten Kirche Suurhusen* zu besichtigen ist. Die Ausstellung war eingebunden in die Gemeinschaftsausstellung des Museumsverbundes Ostfriesland mit dem Titel „Als Friesen Preußen waren“, die Ergebnisse der Nachforschungen sind in unserem Heft 2 als „Spurensuche“ dokumentiert.

*„Zuyderhuysen“ (niederländisch für Süderhausen bzw. südliche Häuser) gehörte mit rund 200 Einwohnern zu den großen Dörfern Ostfrieslands. Man kann davon ausgehen, dass die Mehrheit der Bevölkerung ein ärmliches Leben geführt hat, auch in Zeiten wirtschaftlicher Hochkonjunktur. Etwa ein Drittel der ansässigen Familien lebte von den geringen Einkünften der Landarbeiter, ein weiteres Drittel bestritt den Lebensunterhalt aus kleinen Handwerksbetrieben. Eigene oder gepachtete Höfe bewirtschaftete etwa ein Viertel.


Das Dorf Suurhusen ist auf einer Warf von 550 m Länge und 210 m Breite gebaut. Die Gemarkung umfasste zirka 900 ha und im Jahre 1768 gab es 52 Häuser und 4 Armenhäuser, eines davon war zur Zeit der Preußischen Regierung unser Landarbeiterhaus, zu dem es 1832 umgebaut wurde.

Sonderausstellungen

Aus der Ausstellung "Stein auf Stein" im Jahr 2009

 

In jedem Jahr erarbeiten und präsentieren die Mitglieder des Vereins Sonderausstellungen.

Themen waren bisher die Geschichte des Dorfes Suurhusen, die Speisekarte der Landarbeiterfamilien, die Kindheit auf dem Lande, die Kinder in der Schule, die Kinderarbeit, die Arbeit der Landarbeiterfrauen, die Kartoffel als Hauptnahrungsmittel.

Zwei Ausstellungen zeigten den Kampf um gerechte Arbeitsbedingungen und auskömmliche Löhne in der Weimarer Republik.

Aktuell wird die Ausstellung „Kooplü in’t Dörp – Die Kaufmannsfamilie Penaat“ präsentiert.

2014 "Penaat"

Im Rahmen der Ausstellung "Kooplü in´t Dörp"

In Form von Fotos und Dokumenten wird die Familiengeschichte Penaat beschrieben.

Die Daten finden Sie auf Texttafeln. Die Suurhuser Zeit der Familie reicht von 1912 bis ins Jahr 1977. Im Stall ist eine eine alte Waage aufgebaut, an der die Besucher ausprobieren können, wieviel sind ein halbes Pfund Bohnen.
Natürlich in der originalen Spitztüte!
Weitere Exponate dienen der Veranschaulichung und Atmosphäre.

Eine eigens erstellte Fotowand sowie Exponate vermitteln einen Eindruck des Ladens von Penaat.
Drücken die Besucher die Taste der Hörstation ist ein typisches (nachgestelltes) Verkaufsgespräch zu hören.

2007 "Lecker Tuffels“
 
Sonderausstellung zur Kartoffel

Geschichte - Anbau und Ernte - Kooperation mit der GS Loppersum
 

Ausgestellt werden Sortimente alter Sorten aus Ostfriesland und der „Kartoffelweg“ als historische Entwicklung und der Bedeutung der Kartoffel als Hauptnahrungsmittel für die Landarbeiterfamilien.

Dazu sind im Hausgarten verschiedenen historischen Sorten gepflanzt ...

Unterstützt mit Informationen und Saatgut von Herrn Gerhard Herlyn aus Grimersum.